Neulich in Frankfurt: In unsere Küche am Telefon mit Mr Hantu:
„Hey, ich habe tiefgefrorenes Nasi Goreng gekauft!“
„Aha“
„Aber hier auf der Verpackung sieht der Reis gelb aus…“
„Was?? Du kannst aber wirklich nicht kochen oder??? Gelber Nasi Goreng Reis?? Was machst du??“
„Das war ja nicht ich, das ist ja nur ein TIEFGEFRORENES Fertiggericht!!“
„Aha“
„Haanntuuuuuuuu, da ist Curry dran, damn, das esse ich nicht!!!“
*Gelächter*….
So geht’s… man freut sich, will sich ein Stück malaiisches Zuhause nach Deutschland holen, und muss dann auch noch den Curry vom Reis kratzen! Und geschmeckt hat’s auch nicht, war kein bisschen scharf und weckte überhaupt keine Erinnerungen an Pangkor Nasi Goreng. Da hat auch essen nur mit Löffel und Gabel nichts geholfen!
Ein paar liebgewordene Angewohnheiten oder Entdeckungen aus anderen Ländern möchte man doch schon in sein „neues/altes“ Leben einfliessen lassen. Es weckt einfach Erinnerungen, bestimmte Dinge will man einfach nicht ganz vergessen. Und mit Geschmäcken, Gerüchen und Klängen kann man sich ganz toll wieder ein Stück „andere Heimat“ ins „neue/alte Zuhause“ holen. Und zum Glück gibt es Internet-Radio. Radio aus Malaysia hat immer ganz schlechte Qualität… und wegen Zeitverschiebung ist es auch etwas dumm. Trotzdem ist es wunderschön Radio aus Malaysia zu hören… und vielleicht gerade wegen der schlechten Qualität gibt es dem ganzen auch noch einen speziellen „touch“… Mein Radio von weit weit weg…
Oder zum Beispiel habe ich mich in Malaysia absolut in Ingwer-Tee verliebt. Es gibt in Malaysia einen fantastischen Ginger-Lemon Tee von BOH. Den habe ich dann auch die ganze Zeit getrunken. Also ab in den deutschen Supermarkt, und Ingwer-Tee gekauft. Der „Energie-Tee“ war aber nicht sehr überzeugend, also ein nächster Versuch mit „Spicy Tea“ Tee… auch nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Letzter Versuch… Grüntee mit Ingwer… Absolute Katastrophe und super eklig!! Die Lösung: Ingwer-Tee selbst gemacht! Einfach Ingwer fein schneiden, Wasser drüber giessen, Zitronensaft dazu… und fertig! So kann man den Tee auch schön intensiv machen… Mein Mitbewohner: „Warum riecht es hier wie im China-Laden??“. Aber jetzt bin ich glücklich mit meinem Tee.
Finnland ist natürlich auch immer bei mir. Letztes Wochenende habe ich herausgefunden, dass es irgendwo in der nähe von Frankfurt einen Laden namens „Little Finnland“ geben soll. Also ging es dann am Wochenende mit der Bahn auf die Suche nach diesem kleinen Ort. Da fuhr aber irgendwie die Bahn nicht hin. Ich war dann schon ziemlich in der Nähe, aber vom Bahnhof habe ich dann den Bus dahin nicht gefunden und es hat in strömen geregnet. Ich hatte dann zuwenig Motivation (es gibt dort angeblich nur eine Kaffeesorte und die kenne ich nicht mal…ich will Juhla Mokka!) und bin wieder umgekehrt und habe mir dann statt finnischen Kaffees eine Nakki-Keitto (Würstchensuppe) ohne Würstchen gemacht… War fast so gut wie in meiner gemütlichen Wohnung in Finnland…wie schön wäre es doch, gleich mal noch die Sauna vorzuheizen… und dann mit einem Lapin Kulta in die Sauna verschwinden…
Da ich gerade von Essen schreibe… meine Roti Canai Geschichte würde auch noch hierhin passen. Aber da ich mein Roti Canai so sehr liebe, werde ich einen eigenen Roti Canai Post erstellen… irgendwann. Mit Beweisbild dass mein selbst gemachtes Roti einigermassen ansehnlich war!
Manchmal tut es gut so ein Stück Malaysia oder Finnland nach Frankfurt zu holen, manchmal ist es vielleicht zuviel.





