Schon bald 2 Monate fort. Es wird schon Zeit mal mit Malaysia abzuschliessen. Es ist schwierig. Es kommt mir nicht vor wie 2 Monate. Und Malaysia ist mir immer noch so nahe. Ich glaube es vergeht keine Stunde in der ich nicht an Malaysia denke. Und mein Laptop zeigt immer noch die Zeit in Malaysia an. Es ist jetzt dort 2.30 am… ich würde schlafen, meine Aircon wäre an, die Geister sind draussen im Coral Forest, wahrscheinlich würde es regnen, es würde in mein Haus regnen und irgendwelche Eidechsen wären in meinem Abfallsack und es würde rascheln…
“Traveling is not just seeing the new;
it is also leaving behind.
Not just opening doors; also closing them behind you,
never to return.
But the place you have left forever is always there for you,
to see… whenever you shut your eyes “
Hier noch ein paar malaiische Erinnerungen die ich einfach noch loswerden will:
Es laufen Hühner auf den Strassen von Pangkor Island umher — Es gibt Dessert in Pink und Neon Grün und alles schmeckt gleich — Es riecht nach Durian vom Nachtmarkt — Schlangen fallen neben mir vom Baum — Wojan Wojan (Vorgeben, beschäftigt zu sein) — Bis um Mitternacht heimlich bei einem Fahrer im Auto sitzen und sich beim Wassertank verstecken — Sich jeden Mittwoch und Sonntag auf Roti Canai in der Cafeteria stürzen — Jalan Jalan (Spazieren gehen, „abhängen“) — Am Loading Bay um Tickets für den first trip mit dem Staffboat kämpfen — Immer brav die Maintenance Menschen anlächeln… und auf dem Motorrad zum Coral Forest gebracht werden — Stromausfall, immer mal wieder — Eigentlich ist alles immer verspätet — Wer braucht zum essen schon ein Messer — Lieder in Malay klingen einfach immer wunderschön dramatisch… besonders Nachts am Food Court — Taxifahrer in Lumut (am Festland!): „Du bist doch die von Pangkor Laut oder?“ — Affen sitzen in meinem Haus auf meinem Tisch und essen meine Süssigkeiten — Rauchen auf der Gästestrasse und natürlich von einem Restaurant Manager erwischt werden — Wie kann man Vegetarier sein, wenn man nicht Hindu ist? — Einführungskurs für ein neues Computersystem auf malaiisch: 45 Minuten verspätet anfangen, 30% etwas lernen und 70% nichts tun — An ruhigen Tagen morgens um 7 Blumen pflücken gehen und unseren Blumentopf dekorieren — Fährt man Roller, darf man sich nicht hinten festhalten (leg schon deine Hände auf meine Beine und wir lassen uns anstarren) — Erst nach 2 Uhr zur Cafeteria kommen und kein Essen mehr kriegen — Anfangen an Geistergeschichten glauben, zuhause im Coral Forest sich zuerst die Füsse waschen damit man keine Geister ins Haus einschleppt…wie ein Moslem — Angestarrt werden, so ziemlich überall ausgenommen KL — Wegen grossen Sturm dürfen Angestellte die auf Pangkor Laut wohnen nicht mit dem Staffboat weg, Sina streitet so lange mit der Security bis man sie aufs Boot lässt um auf Pangkor im Hindutempel mit Meenachi zu beten — Sojasose muss zuerst über Chili gegossen werden! — Sich Nachts um 2 Uhr die hölzernen Treppen vom Coral Forest von Kei mit dem Feuerzeug beleuchten lassen — Sina nimmt einen wildfremden Mann mit ins Nationalmuseum in KL, wir stellen fest, meine Schuhe sehen genau so aus wie traditionelle malaiische Schuhe — Die „Chinesische Oper“ am chinesisch Neujahr Fest auf Pangkor ist eigentlich eine Show mit wenig bekleideten Chinesinnen die sich mit Wasserpistolen bespritzen — Nachdem ich mich endlich getraut habe, ein muslimisches Kleidungsgeschäft zu betreten, erkläre ich dem Typen, dass ich ein etwas dezentes Baju Kurung für eine Hochzeit kaufen will. Er: „Du hast kein Geld??“, Ich flüchte aus dem Landen — Kitschige Strassenbeleuchtungen überall, und auf Pangkor Island ist die Hälfte davon kaputt — Die malaiische Karaokebar hört man bei bestimmter Windrichtung bis nach Pangkor Laut, die chinesische zum Glück nicht! — „Warum machst du die Tür zum Haus zu? Die soll ganz offen bleiben!“ Wir wollen mit dem Kajak von Pangkor Island bis nach Pangkor Laut paddeln, nach 2 Stunden haben wir es immer noch nicht geschafft und geben auf — Am morgen von Affen die auf mein Hüttendach springen geweckt werden — Ein Gast: „Du lebst im Paradies! Wirst du dafür auch noch bezahlt?“, Ein anderer Gast: „Ich habe wirklich mitleid mit euch allen“ — Klo-„Löcher“ sind nur mit chinesischen Zeichen angeschrieben – natürlich auf das falsche gehen und da wieder „rausgeholt“ werden — Der malaiische Frisörbesuch ist… komisch! — Die hälfte von Pangkor Town ist abgebrannt – wie traurig, die Feuerwehrstation ist nur 30 Meter entfernt…aber hatte kein Wasser!!!!!! — Mit Gästen viel zu schnell Champagner trinken und sich „lala“-Fühlen und noch seinem Chef begegnen — Ich arbeite am Abend, meine kaufen essen für mich am Food Court… irgendetwas vegetarisches, die Angestellte: „Für die Weisse von PLR?“ Filipinos weinen auf dem Staffboat vor Heimweh — Wir fahren im strömenden Regen zum Hindutempel: „Das ist ein gutes Zeichen, Regen bedeutet, dass die Götter glücklich sind, und sie laden dich ein“ — Der Himmel morgens um 6 Uhr — Unsere Pfauenbabies bewundern, und staunen wie schnell sie wachsen — Gossip Gossip Gossip Gossip… Gerüchte über alles und jeden! — Geheimnisse im Staffquarter besprechen… pppssst durch diese Wände hört man alles — China Town in KL ist absolut grässlich und nervig… nervige Einheimische mit ihren ganzen Fake-Waren und dämliche Touristen — Mit Kei, Rikard und Faris auf dem Bett liegen und Raubkopierte Filme anschauen und über die vielen lustigen Untertitelfehler lachen, oder herausfinden, dass unser Englisch scheisse ist — Plötzlich gibt es kein Nasi Goreng Pattaya mehr in Food Court, ich und Mr Hantu fragen trotzdem noch fast täglich danach — Von Affen davon rennen — Unglaubliche Freunde… ich war viel zu lange mit Mr Hantu weg, meine Schicht sollte um 7 anfangen, ich erwache erst um 7, vor meinem Haus wartet schon Mr Hantu mit dem Auto und er hat sogar schon verbotener weise meine „Punch Card“ pünktlich um 7 gestempelt!!! — Kreischend in der Nacht auf Pangkor Island Mofafahren lernen — Abschiedsbriefe schreiben und ganz viele tolle Leute verabschieden welche die Insel verlassen — Mit meinem Chef zusammen Model sein für einen Kuoni-Werbefilm über Pangkor Laut und romantisches „Privat Dinner“ spielen, mit Rikard zusammen nochmals „Model“ sein für „Luxe TV“ und wieder romantisches „Privat Dinner“ mit Sushi spielen, und wir essen beide keinen Fisch! (Warum brauchen die immer „Weisse“ Models??? Gab halt nur 3 von uns haha) — Und was ich immer wieder mir anhören „durfte“: Was für eine komische komische komische Europäerin ich doch bin… dass die ganzen anderen Europäer doch ganz anders sind. Die haben irgendwie alle so ein schlechtes Bild von den Europäern Und ich könnte ewig so weitermachen…
…terima kasih malaysia…

(Mein Lieblingsfoto… beim Roti Canai Einkauf… Glücklich sein)






Sayang!!
Äs isch im Fall immer wider en Freid dini Brichta z läsu…Fer mich isch das embiz en Mischig va Lachu und Hännuhüt…Vil erläbi öi so…Öi Sina, chansch nid es Büech veröffentlichu, ich würdi das sofort chöifu…! Nur, falls de mim Tourismus nid selti klappu
Gspass, gäll?!
Gruz und Munz us Maleischa truly Eischa
Bridget
By: Bridget on 8 September, 2007
at 2:33 am
Oh ja Sina, das Buch würde ich auch kaufen
Aber echt..ich hab gerade fast geweint, es war so schön zu lesen..vor allem wird immer wieder so klar, wie viel dir das alles bedeutet hat und bedeutet! Fühl dich gedrückt, hoffe, wir schaffen noch ein Deutschlandtreffen vor November
By: Anneke on 8 September, 2007
at 11:24 am