Über meine erste Woche…
Hello again! =)
Also, eigentlich gibt es viel viel viel zu viel zu berichten. Aber damit es noch einigermassen angenehm zum lesen ist, versuche ich es so kurz wie möglich zu machen.
Arbeit
Also die Arbeit wird ganz bestimmt super. Ich habe mir so viel sorgen wegen nichts gemacht. Das ist wirklich alles super professionell hier und ich werde ganz viel lernen. Nach 4 Monaten kann ich sogar einen Monat im Cameron Highlands Resort arbeiten! Also ich bin Management Trainee (tönt doch schon gut hm? Hihi) im Front Office, besonders Guest Liaison. Und das ist sehr interessant weil man dann „seine“ Gäste hat für die man von Anfang an verantwortlich ist, ich habe dann besonders die deutschsprachigen, weil hier sonst niemand Deutsch spricht. Natürlich konnte ich noch nicht so viel tun, aber ich hatte schon ein paar sehr tolle Erlebnisse. Eigentlich habe ich den Leuten hier gesagt, dass mein Französisch grottig ist, und ich keine Französische Guest Liaison machen will. Aber es war ein Ehepaar bei uns die sehr schlecht Englisch konnten, und tada… ich konnte denen alles übersetzen! Ich war so begeistert. Das war so toll! Und die waren auch ganz süss, die kamen dann am nächsten Tag gleich wieder um ein bisschen zu reden.
Und gestern kam ein Schweizer Ehepaar an, die konnten auch nicht viel Englisch und waren ein bisschen wütend weil sie noch auf ihre Villa warten mussten. Und ich musste sie dann zu ihrer Villa bringen und alles erklären (ist ja hier ein bisschen „komplizierter“ weil – one island – one resort). Zum Glück wohnen sie im wunderschönen Spa Village. Wir fuhren also zum Spa Village und sie stiegen mit grimmigem Gesicht aus und bis wir dann in ihrer Villa angekommen sind, waren sie total begeistert. Haha das war Erleichterung pur! Auch meine erste eigene „Führung“ klappte ziemlich gut.
2 Tage hatte ich dann noch „Orientation“ für neue Mitarbeiter. Ausser mir waren nur noch Filipinos dort. Zuerst hatte ich ein bisschen Angst, dass das vielleicht wieder wie in Dubai endet. Weil ich dort in der „Management Uniform“ herumsitze, während sie alle „nur“ Housekeeping, Bellman, usw. waren. Aber das war überhaupt nicht so. Ich hatte eine sehr lustige Zeit mit allen und mit einigen fuhr ich auch am Abend noch nach Pangkor Island. Während der Orientation musste man ja so viel lernen. Den (sehr komplizierten chinesischen) Namen des Gründers von YTL, das Gründungsjahr, die verschiedenen Namen der Firma und in welchem Jahr sie gewechselt wurden, die Namen der Söhne des Gründers, alle dazugehörigen Firmen (z.B. Stromfirma, und wie viel Strom diese im Jahr produziert), und ganz viel mehr. Dann wurden noch die einzelnen Departments vorgestellt. Die Security hat eine Schlange mitgebracht und in der Conference Hall frei gelassen! Die kroch unter unsere Tische und die Filipinos sprangen schreiend auf die Tische haha. Wenn man wollte, konnte man dann lernen, wie man eine Schlange einfängt… nein danke.
Die ganze nächste Woche habe ich nur solches theoretisches Training =(
Arbeitszeit ist eigentlich 8 Stunden am Tag und man hat einen Freitag pro Woche, den hat man aber auch nicht immer. Das wird wahrscheinlich noch ziemlich hart, unsere Manager arbeiten fast täglich 12 Stunden oder länger.
Inselleben
Inselleben für 6 Monate ist super toll! Länger würde ich das jedoch nicht aushalten. Hat man keine Uniform an, muss man total lange Umwege laufen. Wir haben nur „Loading Bay“, den Helikopterlandeplatz um ein bisschen am Meer zu sitzen, Schwimmen ist verboten. Dort gibt es auch einen ganz kleinen Kiosk und man kann Malay Essen bestellen. Dort sind aber meist nur die Indonesischen Bauarbeiter, und der Ort ist nicht gerade beliebt. Von dort fährt unser Staff-Boat nach Pangkor Island. Das Staff-Boat ist sehr asiatisch und ein bisschen verlottert aber es ist lustig. Es dauert nur ein paar Minuten bis Pangkor Island. Pangkor Island ist eine Touristeninsel für Einheimische. Es gibt vor allem Souvenir Shops aber auch fast alles was es sonst so braucht. Und es gibt ein geniales chinesisches Restaurant. Dort war ich auch schon mit dem Front Desk Staff und mit dem Management. Eigentlich war ich ja ziemlich nervös mit dem General Manager und allen meinen Managern in der „Freizeit“ Essen zu gehen. Aber es war sehr lustig und relaxed. Und da der General Manager Chinese ist, hat er essen für mich bestellt und es war soooo gut!!! So tolles Tofu!!! Haha und extrem viel Bier. Man trinkt hier einen Schluck, und es wird sofort wieder aufgefüllt!
Das Essen ist auch sehr billig. Und tausend mal besser als in der Staff Cafeteria.
An meinem freien Tag ging ich mit der Fähre nach Lumut zum Einkaufen. Bessere Schuhe zum Arbeiten, so ein hässliches Haarnetz, und Essen. Eigentlich wollte ich ja alleine gehen, aber Yuda aus Bali wollte dann mitkommen. Weil ich schon nach einer Woche genug vom täglichen Reisessen hatte, musste er halt mit in den Pizza Hut. Aber auf den Pizzas dort, hat es asiatisches Essen! Zum Beispiel Pizza mit Satay!! WEIRD!!! Aber es war sehr lustig, weil er nicht wusste, wie er die Pizza essen musste. Wir fuhren dann noch klapperigen asiatischen Bus und mit der öffentlichen Fähre „Romantische Fähre“ (voll gestopft, ein komischer Film wird gezeigt, und viele schreiende Kinder… extrem Romantisch) nach Pangkor Island und von dort mir dem Staff Boat nach Pangkor Laut. Also ich finde es toll immer mit dem Boot unterwegs zu sein! Nicht so toll ist es jedoch die ganze Zeit angestarrt zu werden, als hätten die noch nie jemand nicht-asiatisches gesehen. Yuda hat sich dann sogar so von mir verabschiedet: „Heute war der aufregendste Tag seit ich hier arbeite, jeder schaut mich an“… Na danke
Aber alle sind so nett hier, jeden Tag wenn ich zur Arbeit laufe, wird man mindestens 10 Mal mit einem riesigen Lächeln begrüsst… Peinlicherweise wissen die alle meinen Namen aber ich vergesse die Name alle so schnell… zu viele neue Namen… fast 400 Staff arbeiten hier.
Also meine Freizeit besteht aus nach-Pangkor-Island-fahren und „lernen“ (Wie viele Zimmer welcher Kategorie, wann wurde was eröffnet, Rates und Dinnerpreise, usw.). Buhhhhh





